Artikel über: Rechnung

Welche Folgen haben unbezahlte Rechnungen?

Welche Folgen haben unbezahlte Rechnungen?



Falls eine Rechnung nicht bezahlt wird, gibt es eine Reihe von Lösungen und Konsequenzen. Dabei startet immer ein automatischer Klärungsprozess, der dir aber jederzeit ermöglicht, offene Rechnungen auszugleichen und dein Konto sofort wieder freizuschalten.

Inhaltsverzeichnis


Genereller Ablauf bei fehlgeschlagenen Zahlungen
Handhabung bei alten und treuen Kunden
Regelungen für fehlerhafte SEPA-Lastschriften
Regelungen für fehlerhafte Kreditkarten
Gebühren, Mahnungen und Inkasso-Dienstleistungen

Bei absehbaren Zahlungsschwierigkeiten solltest du uns in jedem Fall über deine Situation informieren, sodass wir gemeinsam eine Lösung finden können. Schreib uns dazu eine Supportanfrage oder melde dich im Chat! Kommunikation ist für uns das Allerwichtigste.

1) Genereller Ablauf bei fehlgeschlagenen Zahlungen


Wir haben zu Monatsbeginn einen Rechnungslauf gemäß den Regeln für die Erstellungen von Rechnungen. Sollte bei der Bezahlung etwas fehlschlagen, greift grundsätzlich der automatisierte Handlungsrahmen für neue Kunden:

Am 1. eines Monats haben wir den Rechnungslauf und belasten die gewählte Zahlungsmethode. Bis zum 28. eines Monats haben wir Zeit für eine Klärung. Automatisch wird nach fehlgeschlagener Zahlung eine Informationsmail an dich geschickt.
Am 14. eines Monats und am 21. eines Monats schicken wir dir eine weitere Zahlungserinnerung.
Am 28. eines Monats übergeben wir alle unbezahlten Domains in den TRANSIT der DENIC, um weitere Kosten für uns als Provider zu verhindern. Dann muss der Verbleib der Domains direkt mit der DENIC geklärt werden.
Wir löschen keine Domains. Das macht die DENIC, nachdem das TRANSIT-Verfahren abgeschlossen wurde.
Sobald sich Domains im Transit der DENIC befinden, übergeben wird den Fall an unseren Inkasso-Dienstleister pairfinance.com.

2) Handhabung bei alten und treuen Kunden


Es kann immer sein, dass Dinge übersehen werden oder man gerade länger keine Mails checken kann. Bevor wir bei bisherigen Kunden Domains in den Transit schieben, Accounts deaktivieren oder unseren Inkasso-Dienstleister einschalten, werden wir immer den Einzelfall genau anschauen und auch immer persönlich auf unsere Kunden zugehen.

Alte und treue Kunden, die immer regelmäßig ihre Rechnungen gezahlt haben, werden natürlich anders behandelt, als Neukunden, die einfach nur eine schlechte Zahlungsmoral haben.

3) Regelungen für fehlerhafte SEPA-Lastschriften


Direkt nach dem Rechnungslauf übergeben wir die SEPA-Lastschriften an unseren Zahlungsdienstleister stripe.com. Diese monatlichen Lastschriften können auch fehlschlagen. Natürlich bleibt dann die Rechnung weiterhin offen und es entstehen leider zusätzliche Gebühren. Sobald wir ein Problem feststellen, beginnt automatisch ein Prozess der Klärung, wobei du jederzeit die fehlerhafte SEPA-Lastschrift beheben kannst.

Gründe für fehlgeschlagene SEPA-Lastschriften


Das angegebene Bankkonto ist gesperrt.
Es besteht keine ausreichende Deckung auf deinem Konto.
Es wurden falsche Angaben gemacht, beispielsweise passt die IBAN nicht mit dem Inhaber zusammen.
Es wurde eine manuelle Rücklastschrift veranlasst, weil der Kunde der Meinung ist, die Zahlung sei nicht autorisiert oder unberechtigt erfolgt.

Möglichkeiten zur Lösung des Problems


Überweise manuell den offenen Betrag auf unsere Bankverbindung. In diesem Fall bleibt das SEPA-Mandat bestehen und wir verwenden in der nächsten Monatsrechnung erneut deine Kontoverbindung. Bitte stelle sicher, dass das Konto im nächsten Monat gedeckt ist!
Hinterlege eine gültige Kreditkarte und wir belasten diese Kreditkarte mit der offenen Gesamtsumme. Dabei wirst du eine Mail erhalten, in der du die Kreditkarte und die Zahlung mit einem zweiten Faktor bestätigen musst (starke Kundenauthentifizierung).

4) Regelungen für fehlerhafte Kreditkarten


Auch Zahlungen per Kreditkarte können fehlschlagen, allerdings entstehen nur selten zusätzliche Gebühren. Sobald wir eine fehlerhaften Kreditkarte feststellen, wird ein automatisierter Prozess gestartet, bei dem du jederzeit das Problem einer ungedeckten oder nicht verifizierten Kreditkarte lösen kannst.

Gründe für eine fehlerhafte Kreditkarte


Die Kreditkarte wurde nicht verifiziert (PSD2).
Die Zahlung wurde nicht innerhalb von 7 Tagen bestätigt (PSD2).
Die Kreditkarte weist keine ausreichende Deckung auf (Limit).
Deine Kreditkarte ist abgelaufen und muss erneuert werden.
Durch den Kunden wurde ein Chargeback als Rückbuchung veranlasst (Dispute).
Die Kreditkarte ist aus einem unbestimmten Grund von der Bank gesperrt worden.
Es gibt ein temporäres hohes Risiko für deine Kreditkarte (Betrugsverdacht).

Möglichkeiten zur Lösung des Problems


Überweise manuell den offenen Betrag aus der Zahlungserinnerung auf unsere Bankverbindung. Wir verwenden in diesem Fall deine Daten erneut in der nächsten Rechnung. Bitte stelle sicher, dass die Kreditkarte im nächsten Monat gedeckt ist oder stelle auf SEPA um!
Hinterlege eine gültige Kreditkarte. Es ist egal, ob es sich um eine neue oder die alte Kreditkarte handelt. Wichtig ist nur, dass diese Karte ausreichend Deckung aufweist. Sobald du eine Kreditkarte hinterlegst, wirst du von uns wahrscheinlich eine E-Mail erhalten, in der du die Zahlung mit einem zweiten Faktor bestätigen musst (PSD2).

5) Gebühren, Mahnungen und Inkasso-Dienstleistungen


Es können unterschiedliche Gebühren beim Zahlungsprovider entstehen. Unser Zahlungsprovider Stripe unterscheidet zwischen fehlgeschlagenen und angefochtenen Zahlungen. In beiden Fällen müssen wir die zusätzlichen Gebühren an dich weitergeben:
SEPA (Dispute): Es entstehen Bankrücklastgebühren in Höhe von 15,00 €.
SEPA (Failed): Es entstehen Bankrücklastgebühren in Höhe von 3,50 €.
Kreditkarte (Failed): In den meisten Fällen entstehen keine Gebühren.
Kreditkarte (Chargeback): Bei manuellen Rückbuchungen entstehen Gebühren über 15 €.

Wir erheben selbst aber keine zusätzlichen Mahngebühren oder Mahnspesen. Unser Inkasso-Dienstleister pairfinance.com erhebt Inkasso-Gebühren nach den gültigen Gesetzen. Wir erteilen unserem Inkasso-Dienstleister dazu eine Generalvollmacht.

Nachdem Domains zurück zur DENIC gegangen sind, übergeben wir den Fall komplett an einen Inkasso-Dienstleister. Dadurch entstehen zusätzliche Inkasso-Gebühren und es kann auch ein Mahnverfahren beim zuständigen Amtsgericht eingeleitet werden.

Beispielsweise wird vom Inkasso-Dienstleister eine Geschäftsgebühr für außergerichtliche Vertretung gem. § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG oder eine Pauschale für Entgelte für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen gem. § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. § 13 RVG i.V.m. Nr. 7002 VV RVG erhoben.

Aktualisiert am: 05/06/2024

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